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Exkursion zum Europäischen Patentamt und zur Regionalvertretung der Europäischen Kommission in München

Studierende des zweiten Semesters des Studiengangs International Relations and Management der OTH Regensburg besuchten am 28. Mai 2026 gemeinsam mit Prof. Dr. Chiara von Hollen-Pierobon das Europäische Parlament und die Regionalvertretung der Europäischen Kommission in München. Die Exkursion fand im Rahmen des Kurses „Europäische Politik und Institutionen“ statt und wurde durch Studienzuschüsse der Studierendenvertretung der Fakultät ANK finanziert.

Zu Beginn des Programms erhielten die Teilnehmenden eine Führung durch das historische Dokumentenarchiv des Europäischen Patentamts. Anschließend gab Vizepräsident Christoph Ernst den Studierenden eine Einführung in die Aufgaben und die Struktur des Europäischen Patentamts. Dabei erläuterte er die Entstehungsgeschichte der Institution, stellte zentrale Verfahrensabläufe des europäischen Patentsystems vor und verdeutlichte die Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten sowie internationalen Partnern.

Im weiteren Verlauf berichtete Dr. Udo Bux über seine Tätigkeit im Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments. Dabei ging er auf die Zusammenarbeit der europäischen Institutionen ein und diskutierte mit den Studierenden die Auswirkungen der vergangenen Europawahl auf die politische Zusammensetzung des Parlaments. Die Ausführungen machten deutlich, welchen Einfluss Bürgerinnen und Bürger durch ihre Stimmabgabe auf die europäische Politik nehmen können.

Den Abschluss des Besuchs gestaltete Wolfgang Bücherl, Leiter der Regionalvertretung der Europäischen Kommission für Baden-Württemberg und Bayern. In seinem Beitrag beleuchtete er die Aufgaben der Regionalvertretung und machte deutlich, welche Rolle sie dabei spielt, europäische Politik für Bürgerinnen und Bürger vor Ort greifbar zu machen.

Erkenntnisse und Mehrwert

Die Vorträge und Diskussionsrunden vermittelten den Studierenden ein differenziertes Verständnis der europäischen Institutionen und ihrer jeweiligen Aufgabenbereiche. Dabei wurde sichtbar, wie eng die Akteure auf europäischer Ebene miteinander verflochten sind und welchen Beitrag ihr Zusammenwirken zur Gestaltung und Weiterentwicklung der Europäischen Union leistet.

Die zahlreichen Fragen der Studierenden zeugten von großem Interesse an den behandelten Themen und boten die Gelegenheit, zentrale Aspekte europäischer Politik weiter zu vertiefen. Veranstaltungen dieser Art schaffen wertvolle Begegnungsräume zwischen Wissenschaft und Praxis und fördern zugleich das Verständnis für europäische Entscheidungsprozesse und Institutionen.