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Neue Forschungskooperationen mit Partneruniversitäten in Zentralasien

Im September besuchte Prof. Dr. Chiara von Hollen-Pierobon die Nazarbayev University (NU) in Astana (Kasachstan) sowie die University of Central Asia (UCA) in Bischkek (Kirgisistan). Ziel der Forschungsreise war es, den wissenschaftlichen Austausch zu vertiefen und Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Governance, Public Policy, zivilgesellschaftliches Engagement und gesellschaftlicher Wandel auszuloten. Die Reise fand im Rahmen eines durch die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) im Programm BayIntAn geförderten Forschungsaufenthalts statt und ist zugleich Teil der Aktivitäten des von Prof. Dr. von Hollen-Pierobon neu gegründeten „Civic Lab: Civic Engagement, Public Policy and Social Change“ an der OTH Regensburg.

 

Fachlicher Austausch und neue Kooperationsfelder

An beiden Universitäten stellte Prof. Dr. von Hollen-Pierobon aktuelle Forschungsarbeiten zur internationalen Förderung von Zivilgesellschaft in Zentralasien vor. An der Nazarbayev University in Astana stand im Gastseminar „Civil Society Support at the Crossroads: Lessons from EU Engagement in Kyrgyzstan“ die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteure durch die EU in Kirgisistan im Mittelpunkt. An der University of Central Asia in Bischkek diskutierte sie anschließend im Gastseminar „EU-Civil Society Cooperation in Central Asia: Revisiting Questions of Local Agency and Ownership“ Fragen lokaler Handlungsspielräume und Ownership in der Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie internationale Unterstützungsprogramme lokale Handlungsspielräume zivilgesellschaftlicher Akteure beeinflussen und wie deren Perspektiven stärker in die Zusammenarbeit einbezogen werden können. Über die Gastseminare hinaus dienten Gespräche mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Hochschulleitungen dazu, Perspektiven für eine längerfristige Zusammenarbeit zu entwickeln. Dabei wurden gemeinsame Forschungsvorhaben, Kooperationen in Lehre und Graduiertenausbildung sowie mögliche Transferformate unter Einbindung der Zivilgesellschaft diskutiert.

 

Kooperation wird in Regensburg fortgesetzt

Bereits Mitte Oktober wird der Austausch mit dem Besuch einer Wissenschaftlerin der University of Central Asia an der OTH Regensburg fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus Zentralasien mit der gesellschaftlichen Rolle von Hochschulen, studentischem Engagement und Community Development. Der Besuch knüpft unmittelbar an die Gespräche in Zentralasien an und führt den dort begonnenen fachlichen Austausch mit Studierenden an der OTH Regensburg fort.